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Praktiker Umstrukturierung greift langsamer


06.07.2011
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe, rät die Praktiker-Aktie (ISIN DE000A0F6MD5 / WKN A0F6MD) nach wie vor zu kaufen.

Die Gewinnwarnung von Praktiker zeige, dass die Umstellung auf das neue Konzept und der Launch der Marketingkampagne mit Boris Becker bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gefruchtet habe. Praktiker sei es in Q2 offensichtlich nicht gelungen, die Kunden in ausreichendem Maße zum Point of Sale zu holen. Aktuell würden die Analysten davon ausgehen, dass die Marke Praktiker in Deutschland in Q2 ein Minus von 10% erreicht habe. Max Bahr dürfte sich stabil entwickelt haben. Zudem seien die osteuropäischen Märkte in Q2 aufgrund der anhaltend unbefriedigenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie in Q1 gut 7,5% hinter dem Vorjahr zurückgeblieben. Mit dieser Entwicklung sei die Zielsetzung, das EBITA vor Sondereffekten von mehr als 68 Mio. EUR zu erreichen, nicht mehr realisierbar. Zudem würden die Planabweichungen zur Überprüfung der Wertansätze für die cash-generating units, sprich die einzelnen Stores, führen.

Die Analysten hätten aktuell unterstellt, dass Praktiker in 2011 ein operatives Ergebnis inkl. der zuvor klassifizierten Sondereffekte (vornehmlich Praktiker 2013: 50 Mio. EUR) ein Nullergebnis (zuvor: 45 Mio. EUR) erreichen werde. Zudem werde die Gesellschaft bei der Vorlage der Halbjahreszahlen nach Erachten der Analysten Wertminderungen/Abschreibungen in Höhe von 150 Mio. EUR berichten. Unter Berücksichtigung von Zinsaufwendungen von rund 40 Mio. EUR und einem Steueraufwand von 30 Mio. EUR (davon: 20 Mio. EUR latent) dürfte das EPS 2011 das Eigenkapital der Gesellschaft um knapp 4,00 EUR je Aktie mindern und auf 10,50 EUR zurückfallen.


Insgesamt spreche aus heutiger Sicht unverändert die Bewertung mit einem EK von 10,50 EUR je Aktie für Praktiker. Gleiches gelte für EV/Sales-Multiplikatoren von 0,2. Natürlich habe die Gesellschaft Vertrauen am Kapitalmarkt verspielt, was nicht für ein sofortiges Schließen der Bewertungslücke spreche. Zudem dürfte in den nächsten Wochen - auch ausgehend von Südeuropa - der News-flow weiter negativ sein.

Doch gerade jetzt sei das Management aufgefordert, stärker als noch zuvor die Stellschrauben zu verändern, um die Kunden zum Point of Sales zurückzubringen und aktiver über eine Schließung von Standorten nachzudenken. Eine Abkehr von der jetzigen Strategie und eine Rückkehr zur alten Strategie würden die Analysten aber für falsch halten, da hiermit kein Geld habe verdient werden können.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe halten die Reaktion des Kapitalmarktes - trotz der Erkenntnis, dass der Transformationsprozess länger als erwartet dauert - für übertrieben und stufen die Praktiker-Aktie weiter als Kauf ein, auch wenn sie ihr Kursziel entsprechend um 4,00 EUR auf 6,00 EUR reduzieren. (Analyse vom 06.07.2011) (06.07.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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